Theodor Fontanes “Irrungen, Wirrungen”

In den tradierten Konventionen
und Gepflogenheiten des 19. Jahrhunderts
ergibt das kleine Zeitfenster
eine intensiv innige Zuneigung,
ja Liebe
zwischen Lene und Botho,
dem Mädchen aus niederem Hause,
dem Offiziersadeligen.
Doch der Stopp für die Gemeinsamzukunft
lauert überall:
bei Mutter von Rienäcker,
beim Onkel von Osten,
bei den standesgleichen Kameraden.
Druck wegen pekuniärer Vernunft.
Die Getrenntwege,
die Unterschiedlichehen,
da mit Gideon Franke,
hier mit Käthe von Sellenthin,
veröden bei den sprichwörtlichen Schusterleisten.
Ausbruch in schierer Unmöglichkeit,
das persönliche Glück bleibt auf der Strecke.
Und die Allerletzterkenntnis:
“Gideon ist besser als Botho.”

Reinhold Nisch

 
Vergleichen Sie bitte auch:
Theodor Fontane, Irrungen, Wirrungen,
Stuttgart (Reclam) 2007, S. 182
* dito, S. 128

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