herbst 2009
Mittwoch, den 26. Januar 2011zwischen dem niedergang der halbblau abgewelkten kornblume und dem schwächeln der sonnenstrahlen entpuppt sich doch die erkenntnis es wird herbst
zwischen dem niedergang der halbblau abgewelkten kornblume und dem schwächeln der sonnenstrahlen entpuppt sich doch die erkenntnis es wird herbst
in den abnehmenden tagen blätterschwund im herbst in den abnehmenden tagen kräfteminderung allmählich in den abnehmenden tagen letzte rosen in trotzhaltung in den abnehmenden tagen eichhörnchenmentalität der vorratshaltung in den abnehmenden tagen mehr zurück als davor
es ist wie es ist so unabänderlich wie es ist ist es hinnehmbar kaum kann man entgegensteuern denn das schicksal als die konstante des lebens ist so wie es ist
Gewähren Sie Gedankenfreiheit! Genial diese Schiller-Sentenz. Sie ist der Türöffner für die Welt. Die kleine wie die große. Für den Alltag, die Tagein-Tagaus-Situationen. Nur 2009, danach: Darf man die Gedanken- verinnerlicht- äußern? In dieser Welt?
tagsüber den trott und hü hü hott gemobbt mittags und abends den spott und für woyzeck kein fagott
Wieder im ersten Advent … angekommen, ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, … alsbald steht … das Christkind vor der Tür, nicht bei Woyzeck, dem Geknechteten, dem Geschundenen, dem Pauperisten, dem Gemobbten, dem Außenseiter
jahrein jahraus dazwischen viel hoffnung aussicht auf besserung zuversicht sorgen und skepsis aber jedes jahr stundenanfänglich der pseudoglaube dass es besser wird
ende der nullerjahre start in die zehnerjahre was verging was bleibt was kommt wir wissen es nicht gut so (oder auch nicht)
zwischen der vergangenheit und der zukunft ist immer sekundenschnell die gegenwart in der permanentablage. sie verliert sich im augenblick. in der summe angehäuft macht sie das leben aus: wachsend, lernend, liebend, erreichend, gestaltend, begegnend, mit höhen und auch tiefen, erwartend, neue stufen des daseins mit hermann hesse durchschreitend: immerwährende sinnfrage. unbeantwortbar.
am ende des sommers ist (fast) am ende des lebens die wärme entschwindet die kühle naht heran der nebel als vorbote von herbst und winter die ruhezeit im dauerzustand