odenwälder sommertag
Mittwoch, den 16. Februar 2011du freust dich riesig von ganzem herzen über diese wunderbaren sommerstunden im juni die farbenvielfalt des gartens . . zeigt schöpfungsbezüge . . individuell erlebbar . . indivudell vergänglich
du freust dich riesig von ganzem herzen über diese wunderbaren sommerstunden im juni die farbenvielfalt des gartens . . zeigt schöpfungsbezüge . . individuell erlebbar . . indivudell vergänglich
Nackenschweiß, so wunderlich in Erstaunen versetzt ob der Überraschung des Alterns auch im Heißsommer. Abendliche Nochkaum-Entspannung, die Batterie im Anstrengungsjahr verbraucht. Kein Aufladen in Sicht.
Sie entfalten sich Ende Juli so richtig in wundervoller Pracht: farbenreich, variierend in Größe und Vielfalt. Und sie erinnern aber genauso an Augenblickschönheit und Vergänglichkeit trotz der vielfach betörend, meist verführerischen Duftmarken beim Tiefeinatmen im Sekundenwollustsein.
Er geht stets und immer wieder einem im Traume herum. Wer an ihn nicht denkt, glaubt, der bleibt unwissend einfach dumm.
Wohin des Wegs? . . Manchmal hole ich meinen Paß heraus, sehe mir ein Foto an (nicht sehr gut etc.) . . bloß um zu sehen, ob ich noch existiere. . . Sagt Richard Brautigan.* . . . Gegenwartsbestätigung? . . Manchmal hole ich ein Gedicht von mir heraus, lese es intensiv nochmals durch (manchmal […]
Durchwachsen. Etwas windgetrieben. Zartwärme. Wechsel zur Tageshitze. Wolkendurchtränkt. Regen. Mal im Guss-, mal im Sachteverfahren. Etwas Gewitter. Odenwälder Sommer. Sommer 2005. Und dennoch schön … lebhaft.
Im Juli-/Augustwechsel 2005 die Unbegreifbarkeit des Entsetzens: neunfacher Kindesmord (-tötung), in Blumentöpfen untergebracht etc., als Urnenersatz. Eine 3000-Seelen-Gemeinde in Brandenburg im Schockzustand. Alle wussten es auf einmal besser. Aber niemand zuvor hatte Wechselhaftes bemerkt. Erzeugungen des Vaters. Feinraus. Die Mutter als Täterin. Goethes Gretchen, Büchners Marie … Die Höherpotenzierung von Unbegreiflichkeiten im Hightech-Zeitalter schreitet voran.
Es macht mich bescheiden, wenn man an die Dichter erinnert wird, die gegen Unrecht, Kriege, Armut, Elend in der Welt ankämpften, die existierenden Poeten noch immer. Sie leben mehrheitlich nicht in Staaten, wo Grundrechte sie schützen. Kaum beschwerdefrei, aber Stolz in der Brust. Seelenheil.
Im Hinuntersteigen, ohne Stolperfähigkeiten zu entwickeln, gelangt man auf Hiddensee, in Gerhart Hauptmanns Villa, beeindruckt zum Weinkeller des Dichterpoeten: Imposant, so spürend, erahnend die Kühle, die temperierte Lagerung der überwiegend süddeutschen Rotweinkost, Schätze in Tonumrandungen für jede der circa zweihundert Einzelschätze: Auftrieb für den Dichter, Ansporn zur Kreativität, zum Schlummern, zur Neutralisierung der mächtigen Westwinde. […]
Seltsam, grandios … wie der Nebel in den Odenwaldtälern über der frühmorgendlichen Stille der Zivilisation wacht, ruht. Noch im kämpferischen Ringen mit der Sonne gibt er zögerlich nach. Das Begnügen in der Auflösung mit der Zweitplatzierung eröffnet neue Perspektiven für den jungen Sonntag.