lebensunsicherheiten
Sonntag, den 6. März 2011du gehst ganz allmählich dadurch aber wo gehst du dann hin
du gehst ganz allmählich dadurch aber wo gehst du dann hin
Anheimelnd die Atmosphäre, wenn am frühen Morgen in grimmiger Eiseskälte der Gang zum Bäckerladen den Geruch von frisch duftenden, knackig anmutenden Brötchen zur Vorweihnachtszeit sehend einatmen lässt und da, urplötzlich, hinter der modernen Glastheke, die Entdeckung alter Freunde ins optische Bewusstsein vordringt: Kalte Hunde. Ach …, was hatte man sie einst gemocht, jedes Jahr neu […]
Der Berg ruft. Dieses Mal kurz vor Heiligabend. Dauerzwist zwischen Millsdorf und Gschaid. Seit uralten Zeiten. Neid. Zwietracht. Hass. Entzweiung. Lieblosigkeit. Wohlstand. Armut. Bitter gegensätzlich. So lang man denken kann. Trennungslinien. Nur der Himmel ist gleich, auch das Gebirge, die Risiken der Natur gar immer unbeständig und in Lauerstellung. Unakzeptanz der Einheimischen. Sanna und Konrad […]
Sie kommen wieder. Ganz allmählich. Amsel, Drossel, Fink und Star. Und die ganze Vogelschar. Bald erneut im frühen Jahr. Aber schon jetzt, nach den ersten Frostnächten und Vorübergehendschnee, fliegen sie zunächst vereinzelt wieder in der Flugschneise zwischen den blattlosen Ästen heran. Heute waren es paar putzige Blaumeisen und der dicke Dompfaff im Schlepptau, dankbar für […]
Im Dunstkreise von Liesel Bänschs altehrwürdigem Restaurant um die Jahrhundertwende (1900): Dreh- und Angelpunkt der Entscheidung durch verkorkste Sozialisation. Der Marabu wird flügge, dennoch schwach emanzipiert. Flügel gestutzt. Horizonterweiterung- so im Keime erstickt. Nicht dem Vater gleich ehrwürdig, ehrgeizig sein zu können. Fast Totalausfall der Mutter. Im Zweitrangigkeitsprozess ursächlich begründet. Die etwas ältere Schwester als […]
Noch ruhig in den Straßen, in den Gassen von Bad König. Verlassen und einsam der behutsame Gang am Kimbach entlang, die Weihnachtsbeleuchtung im Rücken. Die Ruhe, die Stille kann doch noch entzücken, beim Lauf über zwei Brücken hinweg, ehe der vormittägliche Trubel von Hektik beginnt, das letzte Geld so zerrinnt: Ihr Kinder steht auf doch […]
Kehraus am Neujahrsmorgen 05. Überreste des Silvesterböllerns. Besensystematisch beseitigt. Neues Jahr noch im Beginn. Was ist heuer der Sinn? Die guten Wünsche, die Vorsätze, werden alsbald verblassen. Eingeholt, überholt in den Gassen und Trassen der jeweiligen Aktualitäten. Manches Mal hilft zur Beruhigung erneut nur Beten, im Angesicht des massenhaften Todes, ein vergänglicher Trost. Franz Woyzeck […]
Unbeschreibbar. Aber doch einen Versuch wert. Der Frühmorgenhauch des Atems an der Dordogne in Anwesenheitspflicht. Die ersten Autos fahren, bringen Insassen, wie immer, zu den Arbeitsplätzen. Frankreich im Innern erwacht. An der Dordogne, der anmutend Göttlichen, der Einzelgänger nunmehr bedächtig die Brücke der Stadt überschreitend. Die Illumination ist schon längst der Frühsonne gewichen. Es duftet […]
Im Schnittpunkt der Eitelkeiten entwickelt sich am Scheitelpunkt eine minimale Gemeinsamkeit, quasi ein kleiner Gemeinsamnenner: Dafür, dafür lohnt es sich, auch zu leben!
Die Friedfertigkeit christlicher Festtagsstimmung wird jäh unterbrochen durch die Radiomeldung eines gewaltigen asiatischen Seebebens am zweiten Weihnachtsfeiertag ohne Einschätzung der Auswirkungen. Erst allmählich wird die Jahrhundertdimension der Zerstörungskräfte zum Jahreswechsel hin offensichtlich: Opfer, Schicksale … noch und noch. Und kein Ende. Die erste Todesanzeige im Odenwälder Echo (30. Januar 2005) wird heute Morgen fassungs-, kommentarlos […]